7 Gründe, warum gerade Leber essen gesund sein kann

Dieser Artikel basiert auf wissenschaftlichen Studien

Leber essen gesund | Rind | Kalb | Huhn | Schwein | Wie oft | 7 Gründe | Fazit | FAQ | Studien

Lass uns einen wissenschaftlichen Blick darauf werfen, warum Leber essen gesund für dich sein könnte, bevor du gleich die Nase rümpfst.

Aus gutem Grund verzehrten vielen indigene Völker traditionell nur das Organfleisch. Das magere Filet aßen bestenfalls die Hunde.

Wir machen es heute genau umkehrt, aber das ist ein relativ neuer Brauch, verglichen mit dem Rest der Menschheitsgeschichte.

Ist Leber essen gesund?

Die Leber ist eines der wichtigsten Organe sowohl in Menschen als auch Tieren.

Sie ist nicht nur das größte innere Organ, sondern hat auch eine Vielzahl lebenswichtiger Aufgaben, wie etwa:

  • Verstoffwechslung von verdauter Nahrung aus dem Darm
  • Speicherung von Glukose, Vitaminen und Mineralstoffen
  • Entfernung von Giftstoffen und Medikamenten aus der Blutbahn

Vor diesem Hintergrund ist ein beliebter Einwand gegen das Essen von Leber, dass die Leber Giftstoffe im Körper speichern würde.

Obwohl die Leber dafür verantwortlich ist, Toxine (wie Medikamente, Gifte und andere chemische Stoffe) zu neutralisieren, speichert sie diese Stoffe nicht. Vielmehr sammeln sich Toxine im Fettgewebe und im Nervensystem des Körpers an, wenn sie nicht ausgeschieden werden.

Was die Leber stattdessen speichert sind Nährstoffe, wie essenzielle Vitamine und Mineralien, die sie wiederum für die Entgiftung benötigt.

Wenn wir allerdings an Superfood denken, kommen uns sofort exotische Pflanzen aus der neuen Welt in den Sinn. Zum Beispiel sind das meist Chia-Samen, Açaí- oder Goji-Beeren.

Da die allgemeine Auffassung über Ernährung besagt, dass hohe Mengen an wichtigen Vitaminen und Mineralien ausschließlich in Obst und Gemüse zu finden sind, mag das nicht verwundern.

Obwohl einige Gemüsesorten existieren, die eine geballte Ladung an Mikronährstoffen in sich tragen, stützt sich der gute Ruf des Obstes eher auf jahrzehntelange Marketingarbeit.

Was jedenfalls kaum einer Menschenseele in den Sinn kommt, ist, dass auch tierische Produkte unter den nährstoffreichsten sein können.

Gerade Innereien, die wir leider immer öfter wegwerfen, sind wahres Superfood von nebenan.

Aufgrund ihrer einzigartigen Bandbreite an Mikronährstoffen, wird die Leber oft als das nährstoffreichste Lebensmittel auf unserem Planeten bezeichnet (Hassan et al. 20121).

Wie wir gleich sehen werden hat Leber vor allem die Fähigkeit, gerade jene Nährstoffe zu liefern, für die kaum andere natürliche Nahrungsmittelquellen existieren.

Ist Rinder-Leber essen gesund?

Unter den Innereien ist die Rinder-Leber als Königin schlechthin bekannt.

Wie wir gleich sehen werden berührt ihr Nährstoffreichtum beinahe jeden Aspekt des menschlichen Körpers, vom Immunsystem übers Gehirn bis hin zu den Knochen.

Obwohl Rinder-Leber sehr intensiv schmeckt, kann sie richtig zubereitet eine Delikatesse sein.

Darüber hinaus reichen bereits 100 Gramm Leber, um dir einen natürlichen Multivitaminschub zu verpassen (Angaben in % der empfohlenen Tagesdosis*):

  • Vitamin A: 634%
  • Thiamin (B1): 13%
  • Riboflavin (B2): 201%
  • Niacin (B3): 88%
  • Cholin (B4): 107%
  • Pantothensäure (B5): 71%
  • Vitamin B6: 51%
  • Folsäure (B9, B11, M): 63%
  • Vitamin B12: 1176%
  • Vitamin C: 3%
  • Tocopherol (E): 3%
  • Vitamin K: 4%

Neben lebensnotwendigen B-Vitaminen führst du deinem Körper beim Essen von Rinder-Leber ebenso zahlreiche essenzielle Mineralstoffe zu:

  • Calcium: 1%
  • Eisen: 36%
  • Magnesium: 5%
  • Phosphor: 50%
  • Kalium: 10%
  • Natrium: 3%
  • Zink: 35%
  • Kupfer: 714%
  • Mangan: 18%
  • Selen: 52%

Demnach kann Leber vom Rind nicht nur eine B-Komplex- und Multivitamin-Tablette ersetzen, sondern liefert auch beachtliche Mengen an Eisen, Zink, Kupfer, Phosphor und Selen.

Riboflavin

Obwohl Vitamin B2 keine so große Aufmerksamkeit geschenkt wird wie manch anderen Vitaminen, ist seine gesundheitliche Wirkung keineswegs eine geringere.

Einerseits ist Riboflavin unabdingbar, wenn es um die Erhaltung der Knochendichte und Augengesundheit geht (Macdonald et al. 20042; Jacques et al. 20053).

Andererseits haben Forscher ebenso festgestellt, dass bereits geringste Riboflavin-Mangelerscheinungen maßgeblich zu Depressionen von Frauen beitragen (Naghashpour et al. 20114).

Cholin

Cholin ist noch nicht lange bekannt. Erst 1998 wurde Cholin als essenzieller Nährstoff anerkannt.

Allerdings bedeutet diese Bezeichnung, dass wir ihn über die Nahrung aufnehmen müssen, da in die Leber nur in zu geringen Mengen herstellen kann.

Nichtsdestotrotz spielt Cholin eine wichtige Rolle bei mehreren Prozessen wie Gehirn- und Leberfunktion, DNA-Synthese, Nervensystem, Fettstoffwechsel, Zellstruktur und Zellmitteilung.

Da viele Menschen nicht ausreichend Cholin zu sich nehmen, laufen sie Gefahr, Lebererkrankungen, Atherosklerose und möglicherweise neurologische Störungen zu begünstigen (Zeisel et al. 20095).

Zumal sie die reichste natürliche Quelle an Cholin ist, können schon wenige Bissen Rinder-Leber diesen Erkrankungen vorbeugen.

Leber essen ist gesund

Kupfer

Wirkt als Schlüssel zur Aktivierung einer Reihe von Enzymen, die wiederum die Energieproduktion, die Gehirnfunktion und den Eisenstoffwechsel regulieren.

Da Kupfermangel Anämie verursachen kann, ist Rinderleber eine der wenigen natürlichen Kupferquellen, die dieser Krankheit vorbeugen können (Myint et al. 20186).

Außerdem wird Kupfer von Forschern als potenzielles natürliches Mittel gegen Alzheimer-, Parkinson- und Krebs-Erkrankungen gehandelt (Tisato et al. 20107).

Bei manchen Menschen kann überschüssiges Kupfer hingegen auch Leberbeschwerden verursachen (Gaetke et al. 20148).

Allerdings helfen die anderen Mineralien in Rinderleber, den Kupfergehalt zu neutralisieren.

Nichtsdestotrotz können Hühner- oder Schweine-Leber eine gesunde Alternative für jene Menschen sein, die auf Kupfer sensibel reagieren.

Allerdings ist gerade Leber jenes Organ des Rindes, das viele Leute aufgrund des intensiven Geschmacks nicht gerne essen.

Eine Alternative dazu ist Leber vom Kalb.

Ist Kalbs-Leber essen gesund?

Das Kalb ist streng genommen auch ein Rind. Stammt das Fleisch von einem Rind, das unter einem Jahr alt war, wird es als Kalbfleisch bezeichnet.

Gerade bei der Leber hat Kalb jenen Vorteil, das es nicht so intensiv schmeckt wie ein älteres Rind.

Dementsprechend ist die Leber von einem alten Rind meiner Erfahrung nach nicht besonders einsteigerfreundlich.

Trotz dieses ähnlich atemberaubenden Nährstoffprofils von 100 Gramm Kalbs-Leber ist sie für die meisten Menschen deutlich schmackhafter (in % der empfohlenen Tagesdosis*):

  • Vitamin A: 1340%
  • Thiamin (B1): 12%
  • Riboflavin (B2): 180%
  • Niacin (B3): 72%
  • Cholin (B4): 82%
  • Pantothensäure (B5): 71%
  • Vitamin B6: 45%
  • Folsäure (B9, B11, M): 88%
  • Vitamin B12: 1208%
  • Vitamin C: 1%
  • Tocopherol (E): 3%
  • Vitamin K: 2%

Auch bei den Mineralien ist die Leber vom Kalb jener vom Rind sehr ähnlich, wobei sie diese teilweise übertrumpfen kann:

  • Calcium: 1%
  • Eisen: 33%
  • Magnesium: 6%
  • Phosphor: 48%
  • Kalium: 10%
  • Natrium: 4%
  • Zink: 79%
  • Kupfer: 753%
  • Mangan: 15%
  • Selen: 36%

Zusammenfassend ist Kalbsleber die wohl beste natürliche Quelle an Kupfer, Vitamin A und Vitamin B12.

Vitamin A

Obwohl Vitamin A einer der wichtigsten Nährstoffe auf unserem Planeten ist, sind seine Vorzüge kaum bekannt.

Deshalb sind hier die wichtigsten gesundheitlichen Wirkungen von Vitamin A (Sommer 20149; Ozuguz et al. 201410; Sun et al. 200211 ;Clagett-Dame et al. 201112):

  • Essenziell für den Erhalt des Augenlichts
  • Bekämpft Akne und schafft strahlende Haut
  • Senkt das Krebsrisiko
  • Stärkt das Immunsystem
  • Fördert Fruchtbarkeit und Fortpflanzung

Folglich ist Vitamin A in allen Lebenslagen unabdinglich.

Und als Vitamin-A-Quelle kann kein anderes Lebens- oder Nahrungsergänzungsmittel Leber vom Kalb bzw. Rind ersetzen.

Zum Beispiel enthalten pflanzliche Lebensmittel kein Vitamin A. Sie können lediglich Beta-Carotin – eine Vorstufe, die nicht ansatzweise so wirkungsvoll ist – liefern.

Daher stammt wohl auch die weitläufige Auffassung, dass Karotten gut für die Augen seien.

Dementgegen liegt Vitamin A in der Kalbs-Leber in der Form von Retinol vor, das besonders bioverfügbar ist. Dadurch hat es einen enorm effizienten Wirkungsgrad.

Vitamin B12

Viele Menschen haben heute einen Vitamin-B-Mangel. Vor allem jene, die nicht viel tierische Lebensmittel konsumieren. Folglich boomt der Handel mit Vitamin-B-Komplex-Kapseln.

Doch weder ist diese Nahrungsergänzung die einzige Lösung noch besonders wirkungsvoll.

Dementgegen bietet die Natur eine Vitamin-B-Quelle, die besser vom Körper aufgenommen werden kann. Folglich deckt jede Art von Leber eine atemberaubende Bandbreite von B-Vitaminen ab.

Neben anderen B-Vitaminen liefert Kalbsleber insbesondere Cobalamin – besser bekannt als Vitamin B12, das zum Beispiel essenziell für zellulare Energieproduktion ist.

Dass Vitamin B12 ähnlich wichtig wie Vitamin A ist, sehen wir an möglichen Mangelerscheinungen. Zu wenig Cobalamin wirkt sich negativ auf folgende Bestandteile und Prozesse des Körpers aus:

  • Schwangerschaft
  • Gefäße
  • Augenlicht
  • Knochen

Darüber hinaus ist es lebenswichtig für die neurologische Funktion, DNA-Produktion und -Reparatur (O’Leary et al. 201013).

Obwohl Kalbsleber meiner Erfahrung nach sensationelle gut schmeckt, wenn sie richtig zubereitet ist, bekommst du sie nicht überall. Hühner-Leber ist hingegen beinahe an jeder Ecke erhältlich.

Ist Hühner-Leber essen gesund?

Die Leber von Hühnern ist im Vergleich zum Rind weitaus alltagstauglicher. Nachdem ihr Geschmack nicht so intensiv ist, ist sie Teil vieler traditioneller Küchen.

Aus diesem Grund wird sie zusammen mit Enten-Leber in den meisten Leberpasteten-Restaurantgerichten verwendet.

Außerdem wird sie zum Beispiel gerne gebacken, gebraten oder auf Spießen gegrillt.

Wenn du 100 Gramm Hühner-Leber in der Pfanne zubereitest und isst, lieferst du deinem Körper folgende Vitamine (in % des empfohlenen Tagesbedarfs*):

  • Vitamin A: 288%
  • Thiamin (B1): 19%
  • Riboflavin (B2): 136%
  • Niacin (B3): 70%
  • Cholin (B4): 82%
  • Pantothensäure (B5): 83%
  • Vitamin B6: 42%
  • Folsäure (B9, B11, M): 140%
  • Vitamin B12: 352%
  • Vitamin C: 5%

Doch auch bei der Leber von Hühnern ist bei denen Vitaminen nicht Schluss. Sie kann ebenso ein breites Spektrum an Mineralstoffen liefern:

  • Calcium: 1%
  • Eisen: 72%
  • Magnesium: 7%
  • Phosphor: 44%
  • Kalium: 9%
  • Natrium: 4%
  • Zink: 27%
  • Kupfer: 27%
  • Mangan: 19%
  • Selen: 126%

Bei der Überprüfung der Nährstoffdichte können wir feststellen, dass das Essen von Hühner-Leber große Mengen an Folsäure und Selen in den Körper bringen kann.

So reichen für beide Nährstoffe bereits 100 Gramm Hühner-Leber aus, um ihren gesamten Tagesbedarf zu decken.

Folsäure

Die Folsäure ist ein weiteres B-Vitamin und daher oft besser als B9 bekannt.

Sie ist insbesondere dafür bekannt eine entscheidende Rolle für Fruchtbarkeit und Schwangerschaft zu spielen.

Einerseits ist das essenzielle B-Vitamin für das Zellenwachstum des Fötus verantwortlich (Kamen 199714).

Andererseits ist die Folsäurekonzentration in der Follikelflüssigkeit von Frauen, die sich einer Unfruchtbarkeitsbehandlung unterziehen, mit höheren Befruchtungsraten und Lebendgeburten verbunden (Boxmeer et al. 200915).

Darüber hinaus können Folsäure und Kupfer, die sich in jeder Art von Leber befinden, auch Männern bei Fruchtbarkeitsproblemen helfen, indem sie die Spermienkonzentration erhöhen (Wong et al. 200216)

Außerdem kann Folsäure gegen Depressionen helfen. Das besagt eine Studie, die einen Mangel an Folsäure in depressiven Patienten bzw. deren Nahrung feststellte (Bender et al. 201717).

Das könnte ein Grund dafür sein, warum eine reine Fleisch (Carnivore) Diät zur Behandlung von Depressionen eingesetzt wird.

Selen

Selen ist als Anti-Stress-Mineralstoff bekannt. Zum Beispiel wirkt es als Antioxidans gegen Zell-Stress und Entzündungen (Rayman 201218).

Darüber hinaus kann Selen die Gedächtnisfunktion bei älteren Menschen verbessern und den Alterungsprozess durch die Bekämpfung von oxidativem Stress hemmen (Cardoso et al. 201619).

Ist Schweine-Leber essen gesund?

Auch Schwein kann unglaublich gesund sein – jedenfalls, wenn man die Leber isst. Außerdem ist sie wenig intensiv im Geschmack und wird in der traditionellen Küche gerne mit Zwiebeln zubereitet.

Allerdings hängt die Qualität der Leber beim Schwein mehr von der Fütterung des Tieres ab als beim Rind. Deshalb ist der Kauf bei einem Erzeuger deines Vertrauens tendenziell von Vorteil.

Dass sie heutzutage nur mehr selten gegessen wird, könnte ein Fehler sein, wenn wir uns die Nährstoffdaten genauer ansehen.

100 Gramm gedünstete Schweine-Leber enthalten folgende Vitamine (in % des empfohlenen Tagesbedarfs*):

  • Vitamin A: 360%
  • Thiamin (B1): 17%
  • Riboflavin (B2): 201%
  • Niacin (B3): 87%
  • Cholin (B4): 0%
  • Pantothensäure (B5): 48%
  • Vitamin B6: 28%
  • Folsäure (B9, B11, M): 41%
  • Vitamin B12: 311%
  • Vitamin C: 39%

Darüber hinaus überzeugt die oft stark unterschätzte Leber von Schweinen als Mineralstoffquelle:

  • Calcium: 1%
  • Eisen: 100%
  • Magnesium: 3%
  • Phosphor: 24%
  • Kalium: 4%
  • Natrium: 2%
  • Zink: 45%
  • Kupfer: 32%
  • Mangan: 15%
  • Selen: 96%

Neben der Tatsache, dass Schweine-Leber eine der wenigen tierischen Vitamin-C-Quellen darstellt, ist sie ein besonders effizienter Eisen-Lieferant.

Vitamin C

Für Vitamin C muss ich an dieser Stelle wohl kaum Werbung machen. Der Liebling der Lebensmittelindustrie gilt weitläufig als gesund.

Dass tierische Produkte Vitamin C liefern können, mag hingegen für viele Menschen Neuland sein.

Nichtsdestotrotz ist Schweineleber eine Vitamin-C-Quelle, weshalb ihr antioxidative und Immunfunktion-fördernde Eigenschaften zukommen.

Außerdem kann Vitamin C aus tierischen Quellen besser vom Körper absorbiert werden, zumal Kohlenhydrate die Aufnahme des Vitamins blockieren können (Liang et al. 200120).

Eisen

Dieser Mineralstoff hilft den Zellen, Energie zu erzeugen, spielt eine entscheidende Rolle bei der Sauerstoffversorgung im Körper und hilft dem Immunsystem, schädliche Krankheitserreger wie Bakterien und Viren zu zerstören (Cherayil 201121).

Überdies kann Eisen helfen Müdigkeit sowohl bei Männern als auch Frauen zu bekämpfen.

Da Eisenmangel das Energieniveau senkt, sind häufig Frauen während ihrer reproduktiven Jahre von Müdigkeit betroffen (Weinberg 201022).

In diesem Zusammenhang kann der Verzehr von Leber ein natürliches Gegenmittel darstellen. Doch wie viel Leber essen ist gesund, zumal sie in allen Variationen eine geballte Ladung an Mineralstoffen enthält?

Wie oft sollte ich Leber essen?

Nachdem wir nun wissen, warum Leber als die Multivitamin-Tablette der Natur gehandelt wird, stellt sich die Frage, wie oft der Verzehr dieser geballten Mikronährstoffe gesund sein kann.

Schlussendlich reicht bereits eine Portion Leber aus, um den wöchentlichen Bedarf an unterschiedlichsten Vitaminen und Mineralien abzudecken.

Dementsprechend empfehlen jüngste Studien aufgrund der Versorgung mit wertvollen Mineralien sogar das mehrmalige Essen von Leber pro Woche (Kicinska et al. 201923).

Wie bekommst du nun die passende Portion Leber ab, zumal sie ja nicht gerade ein alltägliches Essen darstellt?

Grundsätzlich gibt es folgende Optionen, mit denen auch Menschen zurechtkommen, die keine großen Leber-Fans sind:

  • Du isst einmal etwa 100g Leber pro Woche
  • Du isst 25g Portionen Leber über die Woche verteilt

Außerdem besagt eine aktuelle Studie, dass bereits der einmalige Konsum von 66 Gramm Leber pro Monat bei Vorschülern in Südafrika eine Vitamin-Nahrungsergänzung obsolet machen konnte (van Stuijvenberg et al. 202024).

Demnach musst du keineswegs ständig Leber essen, falls du sie nicht besonders schmackhaft findest. Der Körper speichert Nährstoffe.

Nichtsdestotrotz existieren zahlreiche Möglichkeiten Kalbs- und Hühner-Leber lecker zuzubereiten.

Darüber hinaus ist es aufgrund der unterschiedlichen Nährstoffe kein Fehler, durch unterschiedliche Lebersorten Abwechslung auf den Teller zu bringen.

Auch Gänse- und Hühner-Leber essen kann gesund sein

7 Gründe, warum Leber essen gesund ist

Dem Verzehr von Leber werden meist drei wesentliche Vorteile für die Gesundheit nachgesagt:

  • Strahlende Haut
  • Muskelwachstum
  • Entgiftung

Dass diese drei Fähigkeiten nur einen Bruchteil der gesundheitlichen Wirkung von Leber darstellen können, wird bei genauerer Inspektion der Nährstoffdichte schnell klar.

Deshalb möchte ich an dieser stelle die mannigfaltige Wirkung erläutern, die dich durch das Essen von Leber gesund machen kann.

1. Hirnfunktion

Cholin, das in großen Mengen in Rinderleber steckt, kann laut Studien die kognitive Leistungsfähigkeit verbessern (Poly et al. 201125).

Im Gegensatz dazu kann ein Mangel an Cholin Demenz und die Alzheimer-Krankheit auslösen (Zeisel et al. 200926).

Neben Cholin sind die Mineralstoffe Eisen und Kupfer für die Hirnfunktion wesentlich.

Deshalb kann ein Kupfermangel zu ADHS und Autismus führen (Viktorinova et al. 201627; Li et al. 201428).

Und die meisten Menschen nehmen zu wenig Kupfer über die Nahrung auf.

Außerdem ist Leber eine natürliche Eisenquelle, jenem Mikronährstoff, der weltweit die meisten Mangelerscheinungen verzeichnet – insbesondere bei Frauen.

Darüber hinaus enthalten Innereien besonders leicht absorbierbares Häm-Eisen, das bei der Synthese von Neurotransmittern hilft und die Gehirnfunktion unterstützen kann (Beck et al. 201429).

Daneben unterstützt auch das Selen in Leber die Verbesserung der Gedächtnisfunktion und beugt Demenz vor (Cardoso et al. 201630).

2. Mentale Gesundheit

Cholin kann laut Studien ebenso Depressionen, Angst- und Stimmungsstörungen verbessern (Bjelland et al. 200931).

Darüber hinaus ist Leber eine exzellente Quelle von Folsäure und Riboflavin. Das sind beides Stoffe, deren Verzehr für die Vorbeugung von Depressionen maßgeblich sein kann (Naghashpour et al. 201132; Bender et al. 201733).

Schlussendlich ist Leber eine gute Quelle für Selen.

Vor diesem Hintergrund legt eine aktuelle Studie nahe, dass ein optimaler Selenspiegel für die Verringerung von depressiven Symptomen und eine verbesserte Stimmung wesentlich sei (Conner et al. 201534).

3. Haut

Leber vom Rind ist eine der seltenen natürlichen Quellen an Vitamin A1 – auch bekannt als Retinol.

Dieses Antioxidans schützt Hautzellen vor oxidativem Stress wie UV-Strahlen. Dementsprechend kann es den Alterungsprozess verlangsamen, die Hauterneuerung fördern, sie glätten und Akne entgegenwirken (Park 201535).

Aktuelle Studien empfehlen natürliche Nahrungsmittel, die reich an Zink, Vitamin A und E sind, um Akne den Kampf anzusagen (Ozuguz et al. 201436).

Das sind ausgerechnet jene Nährstoffe, die in Kalbs- und Rinder-Leber enthalten sind.

Überdies sind Innereien wie Leber Kollagen-Quellen, die nicht nur gesund für die Haut, sondern auch das Haar sind.

4. Entgiftung

Wer Leber isst, kann getrost mit Fructose geladene Detox-Säfte, die bestenfalls eine Fettleber fördern, in die Tonne treten.

Dass Leber essen gesund für die Leber und die Entgiftung des Körpers ist, kann wohl kein Zufall sein.

Insbesondere Hühnerleber steckt voller Coenzym Q10 – ein besonders starkes natürliches Antioxidans (Hernandez-Camacho et al. 201837).

Darüber hinaus kann bereits ein kleines Stück Rinderleber den gesamten Tagesbedarf eines weiteren wichtigen Coenzyms decken – Molybdän.

Da Molybdän, dafür sorgt, dass Sulfite in Sulfate umgewandelt werden, hilft es dem Körper dabei Alkohol und andere Toxine, wie etwa Medikamente, abzubauen.

Aus diesem Grund hilft Leber essen, hohe Mengen an Sulfiten zu vermeiden, die gesundheitsschädliche Wirkungen entfalten können (Mendel et al. 200638).

5. Krebs-Prävention

Neben CoQ10 enthält Leber auch die antioxidativen Vitamine A, C und E sowie Selen.

All diese Antioxidantien schützen Zellen vor oxidativem Stress (Rayman 201239).

Das bedeutet, sie fangen freie Radikale ab, die durch UV-Strahlen, Rauchen, Schadstoffe, oder hochverarbeitete Pflanzenöle in den Körper gelangen (Nishino et al. 200440).

Diese edlen Ritter schützen Zellen vor Schäden, die die Chance erhöhen, dass sie zu Krebszellen mutieren.

Und bekanntlich ist Prävention die bessere Strategie gegen Krebs – die richtigen natürlichen Nahrungsmittel wie Leber sind dabei ein Eckpfeiler.

6. Immunsystem

Wenn es ums Immunsystem geht, hören wir ständig von Vitamin C, das übrigens auch in jeder Leber enthalten ist.

Nichtsdestotrotz gebührt Vitamin A mehr Rampenlicht, denn aus gutem Grund ist es auch als das Anti-Infektions-Vitamin entdeckt worden (Green et al. 192841).

Zum Beispiel ist die Darmwand auf Vitamin A angewiesen, um Zellen zu bilden bzw. aufrechtzuerhalten (Huang et al. 201842).

Und diese Barriere ist wiederum essenziell, wenn es darum geht Krankheitserreger von Organen fernzuhalten.

So ist die Darmwand besser vor den Angriffen von Lektinen wie Gluten geschützt, die sie aufbrechen können (Sturgeon et al. 201643).

Ausreichender Verzehr von Vitamin A durch das Essen von Leber hilft, eine intakte Immunfunktion sicherzustellen.

Laut dieser aktuellen Studie reduziert Vitamin A in der Nahrung Infektionen und Sterblichkeit im Zusammenhang mit Lungenentzündung, Tuberkulose oder Malaria (Huang et al. 201844).

7. Muskelaufbau

Erstens ist Leber eine Quelle für erstklassiges Eiweiß, das für den Aufbau und Erhalt von Muskelmasse wichtig ist.

So kann sie etwa gegen altersbedingten Muskelschwund wirken (Lord et al. 200745).

Darüber hinaus enthält sie Leucin. Da das die anabolste essenzielle Aminosäure ist, stimuliert sie Muskelwachstum auf zellularer Basis.

Allerdings wissen wir mittlerweile, dass exzessives Wachstum sich auch negativ auf die Gesundheit auswirken kann (Bremer et al. 201246).

Dabei ist es zielführend, Proteine und Aminosäuren nicht nur isoliert aus Nahrungsergänzungsmitteln zu konsumieren.

Aus diesem Grund sollten wir auch wieder mehr Leber und andere Innereien essen, da sie eine weitaus bessere Balance von Nährstoffen, gesunden Fetten und Leucin haben als Filetstücke.

Leber statt Tabletten essen ist gesund

Was mich immer wieder fasziniert ist, warum Menschen bevorzugt zu künstlich hergestellter Nahrung greifen.

Leber ist das beste Beispiel dafür, dass die Natur uns bessere Wege bietet, als täglich 20 verschiedene Nahrungsergänzungsmittel zu schlucken.

Vor diesem Hintergrund wurde viel debattiert, ob synthetische Nährstoffe denselben Nutzen wie natürliche Nährstoffe stiften können.

Erst kürzlich haben Forscher dieser Debatte ein Ende bereitet.

Sie erklärten, dass natürliche Nahrungsmittel synthetischen Nahrungsergänzungsmitteln eindeutig überlegen sind, da klinische Studien die fehlende Wirkung vieler isolierter Verbindungen untermauern konnten.

Während die natürliche Nahrungsmittelsynergie die Immunität und Bioverfügbarkeit von Nährstoffen erhöhe, verringere sie Infektionen und chronische Krankheiten (Natarajan et al. 201947).

Demnach finden sich in natürlichen Nahrungsmitteln Nährstoffkombinationen, die wir insgesamt besser aufnehmen und verarbeiten können.

Kurz gesagt, ist Leber essen auf eine ganzheitliche Weise gesund, die Nahrungsergänzungsmittel einfach nicht offenbaren können.

Leber essen gesund FAQ

Wie gesund ist Leber essen?

Aufgrund ihrer unglaublich hohen Nährstoffdichte wird Leber oft als das nährstoffreichste Lebensmittel der Welt bezeichnet. Deshalb kann Leber essen ausgesprochen gesund sein!

Warum ist Kalbsleber gesund?

Kalbsleber ist nicht nur außerordentlich gesund, sie schmeckt auf besser als Rinderleber. Schon 100 Gramm Kalbsleber decken den gesamten Tagesbedarf an Vitamin A und beinahe aller B-Vitamine!

Was passiert, wenn man zu viel Leber isst?

Bei manchen Menschen kann der hohe Kupfergehalt bei exzessivem Konsum von Leber zu Leberbeschwerden führen.

Ist es ungesund, Innereien zu essen?

Ganz im Gegenteil! Unter den Innereien verstecken sich die nährstoffreichsten Lebensmittel unseres Planeten – allen voran die Lieber.

Studien

#1-8

1Hassan AA, Sandanger TM, Brustad M. Level of selected nutrients in meat, liver, tallow and bone marrow from semi-domesticated reindeer (Rangifer t. tarandus L.). Int J Circumpolar Health. 2012 Mar 19;71:17997. doi: 10.3402/ijch.v71i0.17997. PubMed PMID: 22456051; PubMed Central PMCID: PMC3417664.

2Macdonald HM, McGuigan FE, Fraser WD, New SA, Ralston SH, Reid DM. Methylenetetrahydrofolate reductase polymorphism interacts with riboflavin intake to influence bone mineral density. Bone. 2004 Oct;35(4):957-64. doi: 10.1016/j.bone.2004.05.018. PubMed PMID: 15454103.

3Jacques PF, Taylor A, Moeller S, Hankinson SE, Rogers G, Tung W, Ludovico J, Willett WC, Chylack LT Jr. Long-term nutrient intake and 5-year change in nuclear lens opacities. Arch Ophthalmol. 2005 Apr;123(4):517-26. doi: 10.1001/archopht.123.4.517. PubMed PMID: 15824226.

4Naghashpour M, Amani R, Nutr R, Nematpour S, Haghighizadeh MH. Riboflavin status and its association with serum hs-CRP levels among clinical nurses with depression. J Am Coll Nutr. 2011 Oct;30(5):340-7. doi: 10.1080/07315724.2011.10719977. PubMed PMID: 22081620.

5Zeisel SH, da Costa KA. Choline: an essential nutrient for public health. Nutr Rev. 2009 Nov;67(11):615-23. doi: 10.1111/j.1753-4887.2009.00246.x. Review. PubMed PMID: 19906248; PubMed Central PMCID: PMC2782876.

6Myint ZW, Oo TH, Thein KZ, Tun AM, Saeed H. Copper deficiency anemia: review article. Ann Hematol. 2018 Sep;97(9):1527-1534. doi: 10.1007/s00277-018-3407-5. Epub 2018 Jun 29. Review. PubMed PMID: 29959467.

7Tisato F, Marzano C, Porchia M, Pellei M, Santini C. Copper in diseases and treatments, and copper-based anticancer strategies. Med Res Rev. 2010 Jul;30(4):708-49. doi: 10.1002/med.20174. Review. PubMed PMID: 19626597.

8Gaetke LM, Chow-Johnson HS, Chow CK. Copper: toxicological relevance and mechanisms. Arch Toxicol. 2014 Nov;88(11):1929-38. doi: 10.1007/s00204-014-1355-y. Epub 2014 Sep 9. Review. PubMed PMID: 25199685; PubMed Central PMCID: PMC4339675.

#9-17

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10Ozuguz P, Dogruk Kacar S, Ekiz O, Takci Z, Balta I, Kalkan G. Evaluation of serum vitamins A and E and zinc levels according to the severity of acne vulgaris. Cutan Ocul Toxicol. 2014 Jun;33(2):99-102. doi: 10.3109/15569527.2013.808656. Epub 2013 Jul 5. PubMed PMID: 23826827.

11Sun SY, Lotan R. Retinoids and their receptors in cancer development and chemoprevention. Crit Rev Oncol Hematol. 2002 Jan;41(1):41-55. doi: 10.1016/s1040-8428(01)00144-5. Review. PubMed PMID: 11796231.

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