7 erstaunliche GrĂŒnde, warum Innereien gesund sind

Dieser Artikel basiert auf wissenschaftlichen Studien

Innereien | gesund oder ungesund | Welches Organfleisch | Gesundheitliche Vorteile | Wie viel Innereien | Fazit | FAQ | Studien

Wir sind wohl aller eher mit Brot und Milch aufgewachsen als mit Kutteln und Magen.

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Doch obwohl gesunde Innereien bei den meisten Leuten nicht gerade den Hunger wecken, sind Organe die nÀhrstoffreichsten Teile eines Tieres.

Nicht nur unsere Urahnen, sondern auch indigene Völker stĂŒrzten sich deshalb auf Innereien anstatt auf nĂ€hrstoffarmes Filet.

Außerdem ehren und respektieren sie, indem sie das ganze Tier essen, das Wesen, das sich fĂŒr das Abendmahl geopfert hat, noch heute.

Indem wir sicherstellen, dass kein Fleisch verschwendet wird, reduziert sich ĂŒberdies der CO2-Fußabdruck. Das ist Nachhaltigkeit in doppeltem Sinne.

Bei der Zerlegung eines Tieres wird in der Regel weniger als die HĂ€lfte als knochenloses StĂŒck in den Verkauf gelangen. Der Großteil des Rests besteht aus Knochen, Haut, und Organen.

Aus Sicht der ErnĂ€hrung sind diese gesunden Innereien dem beliebten Muskelfleisch um LĂ€ngen ĂŒberlegen, wie es dieser wissenschaftliche Guide zu Innereien zeigen wird.

Was sind Innereien?

Organfleisch, meist als Innereien bezeichnet, sind die Organe von Tieren, die der Mensch zubereitet und als Nahrung verzehrt.

Dabei stammen die am hĂ€ufigsten verzehrten Organe von KĂŒhen, Schweinen, LĂ€mmern, Ziegen, HĂŒhnern und Enten.

Allerdings fokussiert die heutige Landwirtschaft schnelles Wachstum des Muskelgewebes eines Tieres. Dadurch werden Innereien oft ĂŒbersehen, wobei das meiste Fleisch typischerweise in Form von Steaks, Filets oder als Hackfleisch auf den Tisch kommt.

Dementgegen hat der Mensch einst als JĂ€ger und Sammler nicht nur Muskelfleisch gegessen. Unsere Vorfahren verspeisten nachweislich auch die Organe, wie Herz, Hirn, oder auch Hoden. Und diese Teile des Tieres wurden sogar bevorzugt (O’Dea 19911).

Und das zu Recht, da Inneren erstklassige NĂ€hrstofflieferanten und eine natĂŒrliche ErgĂ€nzung fĂŒr jede ErnĂ€hrungsweise darstellen.

Dementsprechend sind sie vollgepackt mit NÀhrstoffen wie insbesondere B und A, D, E-Vitaminen, Kupfer, Zink, Eisen, Magnesium, FolsÀure, Selen.

DarĂŒber hinaus liefert tierisches Eiweiß alle neun essenziellen AminosĂ€uren, die Ihr Körper benötigt, um effektiv zu funktionieren.

Sind Innereien gesund oder ungesund?

Es gibt kaum GrĂŒnde, warum Innereien ungesund sein sollten.

Obwohl heute noch viele Menschen glauben, dass Cholesterin in Innereien Arterien verstopft und Herzkrankheiten verursacht, hat die Forschung Gegenteiliges bewiesen.

Wenngleich Cholesterin in verstopften Arterien gefunden wird, hat es diese nicht verursacht.

Denn das Cholesterin im Blut wird von Deiner Leber produziert, die die Cholesterinproduktion entsprechend der Cholesterinaufnahme ĂŒber die Nahrung reguliert (Jones et al. 20152).

Deshalb produziert die Leber weniger Cholesterin, wenn Du cholesterinreiche Nahrungsmittel isst. Folglich haben Nahrungsmittel kaum Einfluss auf den Gesamtcholesterinspiegel im Blut (P2Namara 19973).

Auch LDL-Cholesterin (meist ein SchĂ€tzwert) ist nicht aussagekrĂ€ftig, da es erst durch hohen Blutzucker schĂ€dlich werden kann. Vielmehr sind hohe HDL- und niedrige Triglycerid-Werte ausschlaggebend fĂŒr gute Herzgesundheit.

Dementsprechend wurde mehrfach bewiesen, dass Cholesterin aus der Nahrung wenig bis gar keinen Einfluss auf das Risiko fĂŒr Herzkrankheiten hat (Fernandez 20124).

Dennoch solltest Du in zwei FĂ€llen bei Innereien vorsichtig sein:

  • Wenn Du an Gicht leidest oder
  • Bereits außerordentlich viel Kupfer isst

Menschen mit Gicht, eine hĂ€ufige Form von Arthritis, mĂŒssen die Einnahme mĂ€ĂŸigen.

Sie wird durch einen besonders hohen HarnsÀurespiegel im Blut verursacht, wodurch die Gelenke geschwollen und empfindlich werden (Choi et al. 20045).

Purine, in Innereien enthaltene Verbindungen, können sich im Körper in HarnsÀure umwandeln.

Zudem hat Rinderleber einen hohen Kupfergehalt. Und bei manchen Menschen kann ĂŒberschĂŒssiges Kupfer Leberprobleme verursachen (Gaetke et al. 20146).

Allerdings helfen die anderen Mineralien in der Rinderleber, den Kupfergehalt zu neutralisieren.

Wenn Kupfer fĂŒr Dich dennoch ein Problem darstellt, solltest Du stattdessen zu HĂŒhner- oder Schweineleber greifen. Beide sind arm an Kupfer, aber dennoch nĂ€hrstoffreich.

Nichtsdestotrotz sind bereits 100g Rinderleber unglaublich gesund (in % der empfohlenen Tagesdosis*):

  • Vitamin A: 522%
  • Vitamin B12: 1386%
  • Vitamin B6: 51%
  • Niacin: 87%
  • Riboflavin: 201%
  • Selen: 47%
  • Eisen: 34%
  • Kupfer: 730%
  • Zink: 35%

Welche Innereien kann man essen?

Wie es das vorangegangen Beispiel der Leber beim Rind gezeigt hat, sind Innereien generell gesĂŒnder als Muskelfleisch.

DarĂŒber hinaus können die nachfolgenden gesunden Innereien aufgrund ihrer NĂ€hrstoffdichte GemĂŒse ĂŒberwiegend in den Schatten stellen.

1. Leber

Wenn es um Innereien geht, ist die Leber vom Rind die Nr. 1 schlechthin. Obwohl Rinderleber nicht gut schmeckt, wenn man sie nicht richtig zubereitet, gibt es kaum ein nÀhrstoffreicheres Lebensmittel.

Obwohl auch Schweine- und HĂŒhnerleber exzellente Optionen darstellen, sind essbare Innereien vom Rind die beste Quelle fĂŒr Vitamine und Mineralien.

Vor allem kann Leber gerade jene NĂ€hrstoffe liefern, die man anderswo schwer findet:

  • Cholin ist gesund fĂŒr Hirn und Zellmembranen generell
  • Folat ist wesentlich fĂŒr Energiegewinnung, Methylierung und DNA-Reparatur
  • Eisen ist wesentlich fĂŒr die Bildung roter Blutkörperchen
  • Zink ist gesund fĂŒr Hormonproduktion und Immunsystem
  • Kupfer ist essenziell fĂŒr die Eisenabsorption im Darm
  • Vitamin A1 (Retinol) ist gesund fĂŒr Augen und das Immunsystem
  • Vitamin B12 ist essenziell fĂŒr zellulare Energieproduktion und Methylierung (O’Leary et al. 20107)

Da Kupfermangel Blutmangel (AnĂ€mie) verursachen kann, ist Rinderleber eine der selten natĂŒrlichen Kupferquellen, die Abhilfe schaffen können (Myint et al. 20188).

Wenn Dir herkömmliche Rinderleber nicht schmeckt, ist mein Tipp, es mit Kalbsleber zu versuchen, da sie weitaus einfacher gelingt.

GrassfĂŒtterung macht die Innereien von Rindern gesund

2. Herz

Das Herz ist reich an einem krÀftigen Antioxidans namens Coenzym Q10 oder Ubichinon-10.

Und dieses CoQ10 kann die Oxidation von LDL-Cholesterin – also jenen Vorgang, der es im Blut erst gefĂ€hrlich macht – unterbinden und verhindert so nachweislich Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Langsjoen et al. 19999).

In Bezug auf den antioxidativen Effekt ist CoQ10 zehnmal potenter als zum Beispiel Vitamin E, was CoQ10 zu einem der wirkungsvollsten Antioxidantien ĂŒberhaupt macht, das EntzĂŒndungen hemmt (Hernandez-Camacho et al. 201810).

DarĂŒber hinaus hilft CoQ10 bei der Herstellung von ATP, dem zellularen EnergietrĂ€ger und kann zur Krebs-PrĂ€vention beitragen (Abdulhasan et al. 201711).

Obgleich es mit Àhnlichen Mineralen wie andere gesunde Innereien bepackt ist, schmeckt Herz-Muskel eben eher wie Muskelfleisch.

Mein Tipp sind HĂŒhnerherzen, da sie leicht gegrillt werden können und am Spieß einen leckeren Appetizer darstellen, wie es z. B. in SĂŒdamerika Tradition ist.

3. Zunge

Da ich im SĂŒdosten Österreichs aufgewachsen bin, ist Zunge eine gesunde Innerei, die meine Kindheit geprĂ€gt hat. Denn dort ist gerĂ€ucherte Zunge eines der traditionellen Oster-Gerichte.

Das MikronÀhrstoffprofil der Zunge ist anderen Fleischsorten sehr Àhnlich. WÀhrend sie ebenfalls viele Mineralstoffe enthÀlt, ist sie allerdings auch ziemlich fettreich.

Weil sie aufgrund Ihres hohen Fettgehalts besonders zart ist, liebe ich die traditionelle Zunge. Überdies eignet sie sich dadurch exzellent fĂŒr eine ErnĂ€hrung mit gesunden Fetten, wie der Keto-DiĂ€t.

4. Gehirn

Obwohl Hirn nicht so NĂ€hrstoffreich wie etwas Leber ist, ist es zart, schmeckt nicht intensiv und hat einen hohen Fettgehalt.

Und wenn es von einem mit GrĂ€sern gefĂŒttertem Tier stammt, ist es eine außergewöhnliche Quelle leicht absorbierbarer Omega-3-FettsĂ€uren.

Gehirne sind auch eine gute Cholinquelle und enthalten geringe Mengen einiger antioxidativer NĂ€hrstoffe wie Vitamin A, Vitamin E und Selen.

Dennoch ist bei Rinderhirn Vorsicht geboten, da Rinderwahn das Gehirn und das RĂŒckenmark von Rindern befallen kann.

Der Verzehr von Gewebe aus dem Gehirn oder Nervensystem eines infizierten Rindes kann eine menschliche Variante der Krankheit namens Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJK) auslösen.

Durch die weltweiten Maßnahmen im Zusammenhang mit Rinderwahn ist das Risiko, an vCJK bei durch essbare Innereien vom Rind zu erkranken, mittlerweile allerdings sehr gering (Brown et al. 200112).

Im Zweifelsfall solltest Du RĂŒckenmark und Gehirn von Rindern meiden.

5. Nieren

Die Nieren weisen ein Àhnliches NÀhrstoffprofil wie Leber vor. Dementsprechend enthalten sie auch einen sehr hohen Selengehalt.

Dieser antioxidatives Mineralstoff wirkt insbesondere entzĂŒndungshemmend und reduziert Zell-Stress (Rayman 201213).

Wahrscheinlich ist es auch kein Zufall, dass gerade das Selen in Nieren auch wichtig fĂŒr die Gesundheit deiner Nieren sein können (Iglesias et al. 201214).

6. Magen

Wenngleich Magen nicht so nĂ€hrstoffreich wie Leber ist, enthĂ€lt er dennoch viel Selen. Außerdem ist dieses Verdauungsorgan, wie die meisten Eingeweide, reich an Kollagen, das gesund fĂŒr Haut, Haar, Gelenke und Knochen ist.

DarĂŒber hinaus verbessert Kollagen den Glukose-Stoffwechsel und kann Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes entgegenwirken (Zhu et al. 201715).

Deshalb ist Kollagen ein wesentlicher Grund dafĂŒr, dass unsere Urahnen Innereien gegessen und die Steaks vermieden haben.

7. Kutteln

Die Chancen stehen gut, dass Du schon von Kutteln gehört hast, aber keine Ahnung hast, was das ist. Ich kenne Kutteln auch eher als Hundefutter.

Doch nicht so schnell – Kutteln sind außerordentlich nĂ€hrstoffreich.

Dementsprechend enthalten Kutteln Eiweiß, Selen, Eisen, B-Vitamine und Cholin, aber im Gegensatz zur Leber kein Vitamin A (*).

Kutteln sind die innere Auskleidung des Magens eines Tieres.

Daher findest Du sie in den MĂ€gen von WiederkĂ€uern wie KĂŒhen, Schafen und Hirschen. Allerdings wirst Du in 90% der FĂ€lle Kuh-Kutteln zum Kauf angeboten bekommen.

Da sie als Magenauskleidung eher zĂ€h sind, mĂŒssen sie lang gegart werden, um zart zu werden. Dementsprechend werden Kutteln weltweit in einer Vielzahl von Eintopf-Gerichten gegessen.

8. Kaumagen

FĂŒr den Kaumagen oder Musekelmagen benötigen wir eine kurze Anatomie oder vielleicht eher Biologiestunde.

Diese MĂ€gen stammen aus dem Verdauungstrakt von GeflĂŒgel und Vögeln (oder auch Reptilien und Fischen). Sie sind eine billige Quelle an Vitaminen, Mineralien und Proteinen

100g Kaumagen enthalten 30g Protein, 60% des tÀglichen Selenbedarfs und etwa 15% des tÀglichen Bedarfs an Vitamin B12, Zink, Phosphor, Niacin und Riboflavin (*).

Obgleich der Muskelmagen ein Verdauungsorgan ist, ist er auch ein Muskel. Deshalb mĂŒssen die eher zĂ€hen KaumĂ€gen wie Kutteln langsam gegart werden, um zart zu werden.

9. Schwanz

Wenngleich OchsenschwÀnze oder SchweineschwÀnze keine Organe sind, gelten sie dennoch als Innereien.

Da diese gallertartigen TeilstĂŒcke reich an revitalisierendem Kollagen sind, eignen sie sich perfekt fĂŒr Eintöpfe und Suppen.

10. Kalbsbries

Kalbsbries ist ein Begriff aus dem 16. Jahrhundert und bezieht sich auf die ThymusdrĂŒse (Speiseröhre) eines Tieres.

Deshalb ist Bries die Speiseröhre eines Kalbs, einer Kuh, eines Lamms, oder eines Schweins.

Bries unterscheidet sich von anderen Organfleischsorten durch seinen hohen Gehalt an Vitamin C, weshalb ihm antioxidative und Immunfunktion-fördernde Eigenschaften zukommen.

100g Kalbsbries decken ĂŒber 50% des Tagesbedarfs an Vitamin C, sowie 35%, 26% und 20% des Tagesbedarfs an Vitamin B12, Selen und Riboflavin.

Da Kalbsbries ist eine reichhaltige Delikatesse ist, wird es ĂŒblicherweise mit GewĂŒrzen oder sĂ€urehaltigen Speisen serviert, um den Geschmack zu neutralisieren.

Die gesundheitliche Wirkung von Innereien

Tja, unsere Urahnen hatten wohl recht, indem sie sich auf das Organfleisch stĂŒrzten.

Aufgrund ihrer gesundheitlichen Vorteile dienen Innereien als besser absorbierbare natĂŒrliche MultivitaminprĂ€parate, die von KrankheitsprĂ€vention ĂŒber Gewichtsreduktion bis hin zu Detox reichen.

Warum Innereien gesund sind  Infografik

1. Helfen beim Abnehmen

Viele Studien haben gezeigt, dass eiweißreiche DiĂ€ten den Appetit reduzieren und das SĂ€ttigungsgefĂŒhl steigern können.

Zum Beispiel tun sie das, indem sie die Magenentleerung deutlich verlangsamen.

Wenige wissen aber, dass sie auch die Stoffwechselrate erhöhen können (Johnston et al. 200216).

Überdies helfen die vielen B-Vitamine in Innereien gesunde Muskelmasse aufzubauen und Körperfett zur Energiegewinnung zu verbrennen.

2. Fördern den Muskelaufbau

Erstens sind Innereien eine Quelle fĂŒr hochwertiges Eiweiß, das fĂŒr den Aufbau und Erhalt von Muskelmasse wichtig ist.

So können gesunde Innereien etwa gegen den altersbedingten Muskelschwund wirken (Lord et al. 200717).

Zweitens liefern sie Leucin. Da das die anabolste essenzielle AminosÀure ist, stimuliert sie Muskelwachstum auf zellularer Basis.

Allerdings wissen wir mittlerweile, dass exzessives Wachstum und Leucin sich auch negativ auf die Gesundheit auswirken kann (Bremer et al. 201218).

Deshalb sind Innereien, die bessere Wahl als das Filet, da sie eine weitaus bessere Balance zwischen gesunden Fetten und Leucin haben.

3. Verbessern die Hirnfunktion

Organfleisch gehört zu den weltbesten Quellen fĂŒr Cholin, einem essenziellen NĂ€hrstoff fĂŒr die Gesundheit von Gehirn, Muskeln und Leber, von dem Du kaum genug bekommen kannst.

Entsprechend verbessert Cholin laut Studie die kognitive LeistungsfÀhigkeit, sowie Angst- und Stimmungsstörungen (Poly et al. 201119).

DarĂŒber hinaus enthalten Innereien besonders leicht absorbierbares HĂ€m-Eisen, das die Gehirnfunktion unterstĂŒtzen kann (Beck et al. 201420).

Und auch das Hirn selbst liefert Omega-3-FettsĂ€uren, die wiederum gesund fĂŒrs Gehirn sind.

4. Entgiften den Körper

Wer Leber und Herz isst, kann getrost mit Fructose geladene Detox-SÀfte, die Insulinresistenz fördern, in die Tonne treten.

Wie bereits vorab erlĂ€utert steckt Herz voller Coenzym Q10 – eines der stĂ€rksten natĂŒrlichen Antioxidantien ĂŒberhaupt (Hernandez-Camacho et al. 201821).

Überdies kann bereits ein kleines StĂŒck Rinderleber den gesamten Tagesbedarf eines weiteren wichtigen Coenzyms decken: MolybdĂ€n.

Da MolybdĂ€n, dafĂŒr sorgt, dass Sulfite in Sulfate umgewandelt werden, hilft es dem Körper dabei Alkohol und andere Toxine, wie etwa Medikamente, abzubauen.

Aus diesem Grund können zu hohe Mengen an Sulfiten gesundheitsschÀdliche Wirkungen entfalten (Mendel et al. 200622).

5. Liefern Energie

Nicht nur bei der Entgiftung, sondern auch bei der Energieerzeugung ist CoQ10 ein außergewöhnlicher Wirkstoff.

Nachdem CoQ10 hilft ATP, den zellularen EnergietrÀger, effizienter herzustellen zeigen Studien, dass eine erhöhte Aufnahme CoQ10, z. B. durch Rinderherz, das Energieniveau verbessern kann (Abdulhasan et al. 201723).

DarĂŒber hinaus unterstĂŒtzen die zahlreichen B-Vitamine in gesunden Innereien die Verbrennung von Fett als EnergietrĂ€ger, weshalb sie sich auch großartig fĂŒr eine ketogene ErnĂ€hrung eignen.

6. SchĂŒtzen die Haut

Essbare Innereien vom Rind sind eine der raren natĂŒrlichen Quellen an Vitamin A1 (Retinol).

Dieses Antioxidans schĂŒtzt Hautzellen vor oxidativem Stress wie UV-Strahlen. Dementsprechend kann es den Alterungsprozess verlangsamen, die Hauterneuerung fördern, sie glĂ€tten und Akne entgegenwirken (Park 201524).

Überdies sind die meisten Innereien exzellente Quellen von Kollagen, die nicht nur gesund fĂŒr die Haut, sondern auch fĂŒr das Haar sind.

7. Reduzieren Homocystein

Innereien enthalten hohe Mengen an B-Vitaminen, wie Folat, Vitamin B6 und B12.

Laut Studie sind es gerade diese B-Vitamine in Organfleisch, die den Homocysteinspiegels im Blut senken können (Esse et al. 201925).

Homocystein ist eine AminosĂ€ure, die Arterienschleimhaut (Endothel) schĂ€digen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, MigrĂ€ne oder auch Alzheimer begĂŒnstigen kann.

Wie viel Innereien kann ich essen?

Nachdem wir nun wissen welche gesunden MikronÀhrstoffe Innereien in unsere ErnÀhrung bringen, liegt es auf der Hand, dass Innereien zur tadellosen Funktion des Körpers beitragen.

So kann schon eine Portion Rinderleber den wöchentlichen Bedarf einer Vielzahl von Vitaminen und Mineralien abdecken.

Allerdings ist gerade Leber jene essbare Innerei vom Rind, die viele Leute nicht gern essen.

Nichtsdestotrotz hast du grundsÀtzlich mehrere Optionen:

  • Du isst einmal etwa 100g Rinderleber pro Woche
  • Du isst 25g Portionen ĂŒber die Woche verteilt
  • Stattdessen bereitest Du junge, schmackhaftere Kalbsleber zu
  • Oder Du isst einfach andere Innereien – in grĂ¶ĂŸeren Mengen

So oder so musst Du aber nicht stÀndig Rinderleber essen, auch wenn sie das nÀhrstoffreiste Lebensmittel ist. Der Körper speichert NÀhrstoffe.

Überdies schmeckt meiner Erfahrung nach Kalbsleber sensationell gut. Obwohl das nicht notwendig ist, da sie beinahe so nĂ€hrstoffreich wie Rinderleber ist, könnte ich 500g auf einen Sitz essen (*).

Bei anderen gesunden Innereien wie HĂŒhnerleber, Niere, Herz, Magen usw. kannst Du Dich nach Belieben austoben, da sie nicht so eine extreme NĂ€hrstoffdichte wie Leber vom Rind haben.

Organfleisch ist eine gesunde NahrungsergÀnzung

Innereien wie Leber, Herz und Nieren sind natĂŒrliche Superfoods die nicht nur ihre gesundheitlichen Vorteile, sondern auch durch ihre Hilfe bei der NĂ€hrstoffabsorption glĂ€nzen.

Wenn man NÀhrstoffe wie Vitamine oder Magnesium als Pille isoliert aufnimmt, kann sie der Körper nicht richtig absorbieren.

NatĂŒrliche Lebensmittel, wie insbesondere gesunde Innereien, helfen, NĂ€hrstoffe besser aufzunehmen. Beispielsweise werden die Vitamine A, D und K als fettlösliche Vitamine bezeichnet, weil sie fĂŒr eine optimale Absorption mit Fett verzehrt werden mĂŒssen (Albahrani et al. 201626).

Innereien liefern bereits dieses Gesamtpaket aus gesunden Fetten, Mineralien und Vitaminen. Überdies bieten sie ein weitaus breiteres Spektrum als einzelne Pillen.

Außerdem leisten wir mit dem Verzehr des gesamten Tieres unseren Beitrag zur Nachhaltigkeit und Vermeidung von LebensmittelabfĂ€llen.

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Innereien FAQ

Wie gesund ist Leber?

Rinderleber ist das wahrscheinlich nÀhrstoffreichste Lebensmittel. Wenn Dir die gesunde, aber intensive Leber vom Rind nicht schmeckt, greif zur angenehmeren Kalbsleber.

Ist zu viel Leber essen ungesund?

Extremer Konsum von Rinderleber kann unter UmstĂ€nden ungesund sein, da der hohe Kupfergehalt im Überfluss toxische Wirkung entfalten kann. Bei Rinderleber reichen allerdings kleine Mengen fĂŒr große NĂ€hrstoffeffekte aus. HĂŒhner oder Schweineleber ist auch in rauen Mengen unbedenklich

Wie gesund ist Schweineherz?

Obwohl Schweinherz nicht so gesund ist wie etwa Rinderleber oder Rinderherz, liefert es wichtige B-Vitamine, Mineralien und Proteine.

Wie gesund ist Rinderherz?

Rinderherz ist eine sensationelle Quelle des Coenzyms Q10, das die Energieproduktion im Körper verbessert und stark entzĂŒndungshemmende Wirkung entfaltet.

Studien

#1-7

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