12 Vorteile von Intervallfasten für Gesundheit und Alltag

Dieser Artikel basiert auf wissenschaftlichen Studien

Intervallfasten | Anleitung | Gesundheitliche Vorteile | Praktische Vorteile | Fazit | FAQ | Studien

Spätestens nachdem einer der Vorteile des Intervallfastens mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet wurde, hat das intermittierende Fasten die Welt im Sturm erobert.

Somit ist Fasten endlich salonfähig. Deshalb bekommt man keine komischen Blicke mehr, weil man die Süßigkeiten im Pausenraum ausgelassen hat. Pensionistinnen versuchen es, Ärzte empfehlen es.

Die Vorteile des Intervallfastens sind da und wissenschaftlich belegt. Doch wie wendet man Intervallfasen richtig an, um die vielzitierten gesundheitlichen Vorteile zu erlangen?

Gibt es verschiedene Vorteile, die für Deine Vorlieben und Deinen individuellen Alltag besonders geeignet sind?

Was ist Intervallfasten 16/8?

Beim intermittierenden Fasten oder Intervallfasten (Abkürzung: „IF“) wird innerhalb einer bestimmten Zeitspanne gegessen und in der übrigen wird gefastet – also nicht gegessen.

Es gibt verschiedene Formen des intermittierenden Fastens, aber die beliebteste ist das Essen innerhalb eines Zeitfensters von rund 8 Stunden.

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass beim 16/8 Intervallfasten daher 16 Stunden am Tag (=24-8) gefastet wird.

Buch: Was darf ich beim Intervallfasten trinken?

Intervallfasten 16/8: Anleitung

Beim Intervallfasten 16/8 isst Du lediglich zwischen 12 und 20 Uhr. Demnach fastet der Körper 16 Stunden lang, wobei 8 Stunden bereits den Schlaf ausmachen sollten.

Somit bleibt die tagsüber ein sowohl ein 8 Stunden Zeitfenster indem Du isst und 8 Stunden, in denen Du nichts isst.

Allerdings kannst du auch individuell die Ess-Periode beliebig verschieben. Dabei empfiehlt es sich lediglich, dass nach wie vor der Schlaf Teil der 16-stündigen Fastenperiode ist.

Denn in dieser Zeit können Dein Körper und insbesondere Magen und Darm ruhen.

Da Du 8 von den 16 Stunden schläfst, musst du lediglich das Frühstück auslassen und keine Snacks naschen. Voila! So einfach ist Intervallfasten 16/8.

Dass man ohne Frühstück nicht genug Energie für den Tag hätte, ist ein weit verbreiteter, aber wissenschaftlich widerlegter Mythos.

Denn am Morgen mixt der Körper einen Cocktail aus Stress- und Wachstumshormonen, die geballte Energie für den Tag geben.

Das ist auch der Grund dafür, warum wir morgens aufwachen.

Mehr Details dazu erfährst du unter den Vorteilen von Intervallfasten 16/8.

Intervallfasten: Was ist erlaubt?

Egal, ob Proteine, Kohlenhydrate oder Fett, essen ist in der 16-stündigen Fastenperiode nicht erlaubt. Warum?

Es gibt drei Prozesse im Körper, die das Fasten brechen können. Und einer davon (AMPK-Ausschüttung) wird durch jeden der drei Makronährstoffe stimuliert.

Allerdings ist das Trinken beim Intervallfasten erlaubt.

Deshalb kannst Du folgende Getränke beim Intervallfasten trinken, ohne die Angst zu haben, dass sie das Fasten brechen:

  • Weißer Tee
  • Grüner Tee
  • Kräutertee (Achtung: Süßstoffe/kandierte Früchte prüfen)
  • Oolong-Tee
  • Schwarz-Tee
  • Schwarzer Kaffee
  • Schwarzer koffeinfreier Kaffee
  • Verdünnter Apfelweinessig
  • Mineralwasser
  • Wasser mit Orangen- oder Gurkenscheiben
  • Zitronenwasser (ein Spritzer Zitrone oder Limette)

Obwohl ein Spritzer ungesüßte Mandelmilch das Fasten nicht immer bricht, würde ich von Zusätzen eher abraten. Entsprechende Details findest Du in meinem ultimativen Guide zu Kaffee beim Intervallfasten:

Was ist besser: Low-Carb oder Intervallfasten?

Hier gibt es nur eine richtige Antwort: Low-Carb und Intervallfasten ist am besten!

Denn der Prozess der Fettverbrennung ist sowohl bei Low-Carb-Diäten als auch bei Intervallfasten derselbe: Die Ketose.

Ja, Du hörst richtig. Ketose ist entgegen kursierten Mythen nichts Gefährliches, sondern ein natürlicher Vorgang im menschlichen Körper.

Ketose bedeutet nichts anderes als, dass der Körper seine Kohlenhydratspeicher abgebaut hat, und stattdessen das gespeicherte Körperfett zur Energiegewinnung heranzieht.

In diesem Sinne versuchen Low-Carb und insbesondere ketogene Ernährungen weniger Kohlenhydrate und Proteine und dafür mehr Fett auf den Speiseplan zu bekommen.

Dadurch wird das Speicherhormon Insulin drastisch gesenkt, das die Fettverbrennung verhindert und den Fettaufbau fördert.

Weil die gerade die Keto-Diät nichts anderes versucht als durch Ernährung dieselben Vorteile wie das Fasten zu erlangen, lassen sich Keto und Intervallfasten hervorragend kombinieren.

Obwohl Du das Fasten mit einer Mahlzeit brichst, bist Du aufgrund der ketogenen Ernährung auch dann noch in Ketose und daher teilweise im Fastenmodus.

Deshalb können die Vorteile von Intervallfasten noch größer sein, wenn Du sie mit Low-Carb oder Keto kombinierst:

  • Keine Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Magenverstimmungen, Ketogrippe
  • Nachhaltige Energie und Leistung ohne Wechsel zwischen Glukose und Fettverbrennung
  • Bessere Fettverbrennung, da Du durch Intervallfasten schneller in Ketose kommst

Gesundheitliche Vorteile durch Intervallfasten

Die Natur hat den Menschen so konzipiert, dass er viele Tage ohne Essen auskommt. Anders hätte die Menschheit raue Winter und Nahrungsmittelengpässe nicht überlebt.

Dementsprechend liegt der Weltrekord im Fasten bei 382 Tagen (Stewart et al. 19731).

Wenngleich wir das in unserer Welt des Überflusses nicht mehr müssen, essen indigene Völker auch heute oft mehrere Tage lang nicht.

Obwohl wir das Fasten als Überlebensmechanismus nicht mehr benötigen, können wir von den umfassenden gesundheitlichen Vorteilen des Intervallfastens profitieren:

1. Intervallfasten ist Abnehmen ohne Sport

Die ersten Fragen bei Diäten sind: Wird es funktionieren? Wie viel kann man abnehmen? Oder wie viel Sport muss ich machen?

Fasten ist dagegen wieder mal simpel. Nachdem du nichts isst, muss die aufgewendete Energie aus deinem Energiespeicher kommen.

Und solange du nicht schummelst und eine Insulinreaktion auslöst, stammt die Energie aus deinem Körperfett bzw. aus Proteinen kaputter Zellen.

Des Weiteren kann Intervallfasten jederzeit gesteigert werden, was mit Diäten nicht funktioniert. Wenn Du eine strikte Keto-Diät einhältst, kannst du schwer noch ketogener werden.

Obwohl, eigentlich gibt es da eine Möglichkeit!

Und die ist wiederum das Fasten. Denn die ultimative ketogene Ernährung ist, jene die ausschließlich gespeichertes Körperfett zur Energiegewinnung nutzt – Fasten.

Überdies kannst du beim Intervallfasten immer noch für längere Zeit oder häufiger fasten, was bedeutet, dass der Wirkung des Fastens kaum Grenzen gesetzt sind.

Das ist ein unglaublicher Vorteil des Intervallfasten, den kaum eine andere Diät bieten kann.

Darüber hinaus belegen aktuelle Studien, dass Intervallfasten gesundheitsschädliches Fett besser bekämpft als Low-Carb-Diäten. Und das ganz ohne Sport (Catenacci et al. 20162).

2. Intervallfasten aktiviert Autophagie

Fasten aktiviert die Autophagie, einen Reinigungsmechanismus, der ausgediente Zellen durch neue ersetzt und den Körper entgiftet.

Autophagie aktiviert die Selbstheilungskraft des Körpers, indem sie schädliche und giftige Verbindungen entfernt und beschädigte Proteine wiederverwertet.

Nachdem diese natürliche Detox-Kur dabei hilft Krebs, Diabetes, Leber- oder Autoimmunerkrankungen zu bekämpfen, wurde für die Entdeckung der Autophagie 2016 der Nobelpreis für Medizin verliehen (Levine et al. 20173).

Weil sie überdies den Alterungsprozess verlangsamen kann, ist Autophagie wohl einer der größten gesundheitlichen Vorteile des Intervallfasten.

3. Es reduziert Entzündungen und erhöht die Lebenserwartung

Wie die Reduktion von Kohlenhydraten bringt Intervallfasten gute Ergebnisse bei der Behandlung von altersbedingten Krankheiten.

Während eine Low-Carb-Ernährung nur Kohlenhydrate verringert, reduziert Intervallfasten aber auch den Konsum von Proteinen, was sich positiv auf die Langlebigkeit auswirkt.

Denn die meisten weitläufigen Erkrankungen wie Arteriosklerose oder Typ-2-Diabetes sind Leiden, die zu viel Wachstum charakterisiert.

Neben der Autophagie trägt insbesondere die Reduzierung von Entzündungen im Körper zum Anti-Aging-Effekt des Fastens bei.

Durch die Ketose beim Fasten werden Blutzucker- und Insulinspiegel gesenkt, was Entzündungsmarker und freie Radikale verringert, die Erkrankungen verursachen.

Dementsprechend konnte im Zuge einer aktuellen Studie, die Verlängerung der Lebenserwartung als Vorteil des Intervallfastens feststellt werden (Catterson et al. 20184).

4. Intervallfasten fördert den Muskelaufbau

16/8 Intervallfasten ist unter Bodybuildern nichts Neues. Denn das sogenannte „Peak Fasting“, bei dem täglich für 14 bis 18 Stunden nichts gegessen wird, ist eine alt-bewährte Strategie für den Muskelaufbau.

Dabei wird auch während der Fastenperiode trainiert.

Denn im Gegensatz zur weitläufigen Meinung, lässt das Fasten die Muskeln nicht verkümmern.

Beim Fasten gewinnt der Körper zwar auch Energie aus Proteinen, die stammen aber aus kaputten Zellen (Autophagie), nicht aus der Muskelmasse.

Um sicherzustellen, dass Du während des Fastens keine Muskelmasse verlierst, setzt der Körper Wachstumshormone frei. Dabei wird nicht nur die Muskel-, sondern auch die Knochenmasse geschützt (Rudman et al. 19905).

Demensprechend ist gezieltes Intervallfasten in Kombination mit entsprechendem Training einer der effektivsten natürlichen Stimulatoren des Wachstumshormons und hilft beim Muskelaufbau (Ho et al. 19886).

5. Intervallfasten hat Vorteile für den Stoffwechsel

Entgegen der weitläufigen Auffassung verlangsamt Intervallfasten nicht den Stoffwechsel.

Denn ganz im Gegensatz dazu, haben Wissenschaftler schon lange bewiesen, dass Intervallfasten die Stoffwechselrate sogar steigert (Drenick et al. 19647).

Nachdem beim Fasten Wachstumshormone und Adrenalin verstärkt ausgeschüttet werden, konnten unsere Urahnen länger nach Nahrung suchen, ohne gleich schlapp zu machen.

So konnten sie das Überleben des Spezies sichern (Ho et al. 19888).

Folglich erhöht Intervallfasten die Effizienz, mit der Dein Körper gespeichertes Fett zur Energiegewinnung verbrennt.

6. Intervallfasten hat Vorteile für den Darm

Es gibt einen Grund, warum Menschen mit Unverträglichkeiten immer mehr auf den Geschmack des Intervallfastens kommen.

Fastenperioden erlauben dem Darm, sich auszuruhen. Dadurch werden schlechte Darm-Bakterien regelrecht ausgehungert und Entzündungen reduziert.

Dabei wird laut einer aktuellen Studie die Darmgesundheit durch das Intervallfasten wesentlich verbessert und dadurch die Lebenserwartung erhöht (Catterson et al. 20189).

Praktische Vorteile durch Intervallfasten

Obwohl ich wegen den gesundheitlichen Vorteilen zum Intervallfasten gekommen bin, sind es die praktischen Vorteile im Alltag der Grund, warum ich dabei geblieben bin.

Sicher, es hat mir endlich geholfen, unliebsames Körperfett zu verlieren, aber viel wichtiger ist, dass es mein Leben so viel einfacher gemacht.

1. Es ist unglaublich simpel

Ernährungstipps und Diäten sind mittlerweile widersprüchlicher als je zu vor. Einmal soll man weniger Fett essen, dann wieder mehr.

Einmal soll man keine Kohlenhydrate essen, dann wieder fast ausschließlich. Die einen schwören auf pflanzliche, die anderen auf tierische Ernährung. Wer kennt sich da noch aus?

Intervallfasten ist hingegen eindeutig. Das klassische 16/8 Intervallfasten hat zwei Regeln:

  • Kein Frühstück
  • Keine Snacks

Das ist alles. So simpel kann Gesundheit sein.

Demzufolge isst Du um 12:00 Uhr ein Mittagessen und um 20:00 Uhr ein Abendessen. Wenn Du durstig bist trinkst Du in der Fastenperiode (Mineral-) Wasser, Tee, oder Kaffee ohne Zucker, Milch, oder Süßstoffe.

Das ist alles. Je einfacher die Regeln sind, desto besser lassen sich Methoden im Alltag umsetzen.

2. Es spart Geld

Intervallfasten ist nicht nur kostenlos, sondern du machst damit auch noch einen Gewinn – denk an die Opportunitätskosten beim Einkaufen und zwischendurch.

Die Lebensmittelindustrie hat uns über Jahrzehnte wahnwitzige Ideen zu Gesundheit und Abnehmen eingebläut:

  • Du musst sechsmal am Tag essen
  • Snacks sind gesund
  • Viele Mahlzeiten kurbeln den Stoffwechsel an

Und auch das Frühstück, mein Liebling, ist nur für die Lebensmittelindustrie die wichtigste Mahlzeit des Tages – sonst niemanden.

Außerdem musst Du Dich beim Intervallfasten weder auf die Jagd nach Bio-Fleisch noch nach wild und schonend gefangenem Gelbflossenthunfisch mit möglichst wenig Quecksilberbelastung machen.

Überdies bedeutet „Bio“ auch nicht immer unbedingt besser, da man auch in biologischer Landwirtschaft grundsätzlich das falsche Futter verwenden kann.

Nachdem du auch keine Fitnessstudio-Mitgliedschaft, Trainingsgeräte, oder -Outfits kaufen musst, wirst Du diesen Vorteil des Intervallfastens am Girokonto spüren.

3. Intervallfasten schafft Zeit-Vorteile

Die Lebensmittelindustrie liebt Ernährungstipps, die mit mehreren Mahlzeiten täglich verbunden sind. Warum?

Obwohl selbstgekochte Speisen jene sind, wo Du wirklich weißt, was drinnen ist, braucht Ihre Zubereitung Zeit.

Da kein Mensch sechsmal am Tag kochen kann, muss er bei mehreren Mahlzeiten – wohl oder übel – zu industriellem, fertigen Essen greifen.

Beim Intervallfasten weißt du hingegen, was du bekommst:

  • Es ist simpel, bequem und flexibel
  • Du musst nicht Vorkochen oder Portionieren
  • Du isst keine chemischen Zusatzstoffe, von denen Du nichts weißt

Fasten spart Zeit, weil keine Zeit für den Einkauf, die Zubereitung, das Kochen und das Aufräumen aufgewendet werden muss. Es ist eine großartige Möglichkeit, Dein Leben zu vereinfachen.

Schon das unnötige Frühstück auszulassen spart 30-45 Minuten.

Darüber hinaus ist es auch völlig flexibel. Dementsprechend entscheide ich mich oft dafür, auch das Mittagessen zu überspringen, wenn ich besonders produktiv sein möchte.

Denn wenn wir uns ehrlich sind kostet ein Mittagessen mit all seinen Opportunitätskosten ca. zwei Stunden Zeit. Und auch bei Terminen und Geschäftsreisen ist man flexibler:

  • Fast Food vermieden
  • Zeit und Geld gespart
  • Produktivität erhöht

4. Fasten ist mit jeder Ernährung möglich

Obwohl die Vorteile des Intervallfastens mit einer Low-Carb-Ernährung wie der Keto Diät noch effektiver sind, kannst Du mit jeder Ernährung ins Intervallfasten starten.

Denn Fasten ist nicht etwas Neues, das du tun musst, sondern es ist vielmehr ein Unterlassen, ein Weniger statt ein Mehr.

Nachdem es beim Intervallfasten um die Zeit geht, in der man nicht isst, benötigst Du auch keine neuen Rezepte. Ganz im Gegenteil – Du musst unabhängig von einer Diät aussuchen, welche Speise Du heute nicht zubereitest.

Deshalb kannst Du heute mit Intervallfasten beginnen, wenn Du:

  • Vegetarier bist
  • Tierische Produkte isst
  • Keinen Weizen isst
  • Laktoseintolerant bist
  • Knapp bei Kasse bist
  • Den ganzen Tag unterwegs bist
  • Gegen Nüsse allergisch bist
  • 90 Jahre alt bist
  • Nicht kochen kannst
  • Eine Haubenköchin bist

Kurz gesagt ist das alles egal. Vom Intervallfasten kann Dich kaum etwas abhalten.

5. Es geht immer und überall

Beim Intervallfasten musst du nicht vorbereitet sein. Kurz gesagt benötigst Du weder Kenntnisse noch irgendeine Vorbereitung.

Außerdem musst Du nicht Deine innere Mitte finden, um endlich mit dem Fasten anfangen zu können. Du kannst es jederzeit und überall einfach machen, indem Du einfach nichts tust.

Denn als Intervallfasten-Anfänger brauchst du lediglich den Entschluss dazu und ab und zu ein Glas Wasser oder einen Kaffee.

Um die Kontrolle über Deine Gesundheit wiederzuerlangen kannst Du genau jetzt anfangen, zumal du dafür keine Ausrüstung brauchst.

Intervallfasten kann sich flexibel nach Deiner Gelegenheit richten:

  • Du kannst im Büro fasten und heute noch eine nervige Aufgabe endgültig abschließen
  • Du kannst im Flugzeug fasten, nachdem es wieder nur Müll zu essen gibt
  • Ebenso kannst Du im Urlaub fasten und dafür öfters mal von Deinem Ernährungsplan abweichen

6. Fasten kann Stress reduzieren

Im Gegensatz zu Diäten ist Fasten nicht mit mehr, sondern stets mit weniger Aufwand verbunden.

Und das wirkt sich auch auf den Cortisol-Spiegel aus. Wenn die Ernährung einem ohnehin schon gestressten Alltag noch mehr abverlangt, trägt das nicht zur Entspannung bei.

Denn, die durch das Intervallfasten gewonnene Zeit, muss nicht zwingend mit mehr Aufwand gefüllt werden. So kannst Du anfangen, Dinge für sich selbst zu tun, wie ein Buch lesen oder ein neues Hobby zu entdecken.

Das ist ein Vorteil des Intervallfastens, den Diäten wohl nicht bieten können.

Durch Vorteile ist Intervallfasten das bessere Medikament

In Zeiten, wo Gesundheit ein gigantisches Business ist, das stark von der Pharmaindustrie beeinflusst wird, greifen wir schnell wegen jeder Kleinigkeit zu einer Pille.

Doch jede Wirkung hat über kurz oder lang auch die eine oder andere Nebenwirkung. So führt die reaktive Behandlung von möglichen Symptomen mit der chemischen Keule leicht in Richtung Medikamentenabhängigkeit.

Intervallfasten kann dabei helfen, die Anhäufung von Medikamenten in der Hausapotheke zu verringen. Darüber hinaus hilft Fasten im Gegensatz zu vielen Medikamenten, Ursachen statt Symptome zu bekämpfen.

So kann Intervallfasten sogar für Typ-2-Diabetiker eine wirksamere Alternative zur Einnahme von Medikamenten sein.

Neben Diabetikermedikamenten wie Metformin kann Intervallfasten auch die Notwendigkeit von cholesterinsenkenden Mitteln und Tabletten gegen Bluthochdruck verringern (Aly 201410).

Daneben stellen viele Menschen aufgrund des breiten Spektrums an Vorteilen des Intervallfastens andere gesundheitliche Verbesserungen fest. Das sind u.a.:

  • Mentaler Fokus
  • Verbesserter Schlaf
  • Verringerter saurer Reflux

Nichtsdestotrotz ist meine Erfahrung, dass Intervallfasten vor allem verblüffend simpel und flexibel ist. So spart es Zeit und Geld für wichtigere Angelegenheiten.

Darüber hinaus nutze faste ich über die 16 Stunden hinaus, wann es mir gerade passt. Wenn ich Dinge erledigt bekommen möchte überspringe ich das Mittagessen auch noch.

So bringe ich mit dem Intervallfasten-Programm One Meal A Day (OMAD) noch mehr Flexibilität und Effizienz in meinen Alltag – und zwar dann, wenn es mir gerade passt:

Intervallfasten Vorteile FAQ

Was bringt 16 8?

Intervallfasten 16/8 bring Zeit, Geld, Flexibilität, Fettverbrennung, verbesserten Stoffwechsel, weniger Entzündungen und Erkrankungen allgemein.

Wie reagiert der Körper auf Intervallfasten?

Daneben, dass der Körper nach und nach mehr Fett verbrennen kann, senkt Intervallfasten den Insulinspiegel, was das Risiko von Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert.

Wie lange sollte man Intervallfasten?

Wie lange Du Intervallfastest ist ganz dir überlassen. 16/8 Intervallfasten ist sehr beliebt, da dafür lediglich das Frühstück und Snacks ausgelassen werden müssen. Du kannst aber auch für einen ganzen Tag in der Woche fasten und dafür an anderen nicht.

Ist Intervallfasten gut für den Darm?

Intervallfasten verbessert nachweislich die Darmgesundheit. Dementsprechend reduziert es etwa schlechte Darm-Bakterien und Entzündungen reduziert.

Studien

#1-7

1Stewart WK, Fleming LW. Features of a successful therapeutic fast of 382 days’ duration. Postgrad Med J. 1973 Mar;49(569):203-9. doi: 10.1136/pgmj.49.569.203. PubMed PMID: 4803438; PubMed Central PMCID: PMC2495396.

2Catenacci VA, Pan Z, Ostendorf D, Brannon S, Gozansky WS, Mattson MP, Martin B, MacLean PS, Melanson EL, Troy Donahoo W. A randomized pilot study comparing zero-calorie alternate-day fasting to daily caloric restriction in adults with obesity. Obesity (Silver Spring). 2016 Sep;24(9):1874-83. doi: 10.1002/oby.21581. PubMed PMID: 27569118; PubMed Central PMCID: PMC5042570.

3Levine B, Klionsky DJ. Autophagy wins the 2016 Nobel Prize in Physiology or Medicine: Breakthroughs in baker’s yeast fuel advances in biomedical research. Proc Natl Acad Sci U S A. 2017 Jan 10;114(2):201-205. doi: 10.1073/pnas.1619876114. Epub 2016 Dec 30. PubMed PMID: 28039434; PubMed Central PMCID: PMC5240711.

4Catterson JH, Khericha M, Dyson MC, Vincent AJ, Callard R, Haveron SM, Rajasingam A, Ahmad M, Partridge L. Short-Term, Intermittent Fasting Induces Long-Lasting Gut Health and TOR-Independent Lifespan Extension. Curr Biol. 2018 Jun 4;28(11):1714-1724.e4. doi: 10.1016/j.cub.2018.04.015. Epub 2018 May 17. PubMed PMID: 29779873; PubMed Central PMCID: PMC5988561.

5Rudman D, Feller AG, Nagraj HS, Gergans GA, Lalitha PY, Goldberg AF, Schlenker RA, Cohn L, Rudman IW, Mattson DE. Effects of human growth hormone in men over 60 years old. N Engl J Med. 1990 Jul 5;323(1):1-6. doi: 10.1056/NEJM199007053230101. PubMed PMID: 2355952.

6Ho KY, Veldhuis JD, Johnson ML, Furlanetto R, Evans WS, Alberti KG, Thorner MO. Fasting enhances growth hormone secretion and amplifies the complex rhythms of growth hormone secretion in man. J Clin Invest. 1988 Apr;81(4):968-75. doi: 10.1172/JCI113450. PubMed PMID: 3127426; PubMed Central PMCID: PMC329619.

7DRENICK EJ, SWENDSEID ME, BLAHD WH, TUTTLE SG. PROLONGED STARVATION AS TREATMENT FOR SEVERE OBESITY. JAMA. 1964 Jan 11;187:100-5. doi: 10.1001/jama.1964.03060150024006. PubMed PMID: 14066725.

#8-10

8Ho KY, Veldhuis JD, Johnson ML, Furlanetto R, Evans WS, Alberti KG, Thorner MO. Fasting enhances growth hormone secretion and amplifies the complex rhythms of growth hormone secretion in man. J Clin Invest. 1988 Apr;81(4):968-75. doi: 10.1172/JCI113450. PubMed PMID: 3127426; PubMed Central PMCID: PMC329619.

9Catterson JH, Khericha M, Dyson MC, Vincent AJ, Callard R, Haveron SM, Rajasingam A, Ahmad M, Partridge L. Short-Term, Intermittent Fasting Induces Long-Lasting Gut Health and TOR-Independent Lifespan Extension. Curr Biol. 2018 Jun 4;28(11):1714-1724.e4. doi: 10.1016/j.cub.2018.04.015. Epub 2018 May 17. PubMed PMID: 29779873; PubMed Central PMCID: PMC5988561.

10Aly SM. Role of intermittent fasting on improving health and reducing diseases. Int J Health Sci (Qassim). 2014 Jul;8(3):V-VI. doi: 10.12816/0023985. PubMed PMID: 25505868; PubMed Central PMCID: PMC4257368.

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